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Optimaler Reifendruck

Alles rund um den optimalen Reifendruck


Über die Zeit hinweg verliert jeder Reifen Druck, daran lässt sich leider nichts ändern. Liegt der Reifendruck über oder unter dem Optimalwert, kann dies nicht nur zu Reifenschäden führen, sondern auch Ihre Fahrsicherheit negativ beeinträchtigen. Es wird daher empfohlen, regelmäßig den Reifendruck zu messen und gegebenenfalls zu korrigieren. Im Nachfolgenden erfahren Sie alles Wissenswerte zum optimalen Reifendruck!

Ein suboptimaler Reifendruck wirkt sich negativ auf Bodenhaftung, Bremsweg, Benzinverbrauch und Reifenverschleiß aus


Wenn sich das Fahrverhalten Ihres Autos ändert oder die Reifendruckkontrollanzeige im Auto aufleuchtet, wird empfohlen, den Fuß vom Gas zu nehmen und die nächstgelegene Tankstelle anzusteuern. Hier können Sie in der Regel kostenlos Ihren Reifendruck kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. Ein optimaler Reifendruck ist ausschlaggebend für das Fahrverhalten Ihres Autos und somit Ihrer Sicherheit beim Fahren, sowie für die Vermeidung von Reifenschäden. Falls der Reifendruck nicht stimmt, kann dies sogar zu einem Platzen des Reifens führen.

Es empfiehlt sich grundsätzlich den Reifendruck regelmäßig alle 2 bis 4 Wochen zu kontrollieren, bei starken Temperaturschwankungen sogar wöchentlich. Denn wie bereits erwähnt, kann ein falscher Reifendruck verheerende Folgen haben.


Mit dem richtigen Reifendruck erhöht sich Ihre Fahrsicherheit und Sie vermeiden unnötigen Spritverbrauch sowie Reifenverschleiß


Generell gilt ein erhöhter Reifendruck von bis zu 0,3 bar als unproblematisch. Sollte der Reifendruck jedoch höher ausfallen, kann dies zu Problemen führen. Denn hier gilt zu beachten, dass sich aufgrund der Erwärmung des Reifens beim Fahren die Luft noch weiter ausdehnt und der Luftdruck somit nochmals um weitere 0,2 - 0,3 bar ansteigt. Ein erhöhter Reifendruck kann letztendlich zum Verlust der Bodenhaftung und infolgedessen zu erhöhtem Verschleiß führen, da das Reifenprofil schneller und ungleichmäßiger abgenutzt wird. Schlussendlich müssen die Reifen dann vorzeitig durch neue ersetzt werden, um die Fahrsicherheit weiterhin gewährleisten zu können.

Im Vergleich zu einem erhöhten Reifendruck kann ein zu geringer Reifendruck verhältnismäßig jedoch schwerwiegendere Folgen haben. Ist der Reifendruck zu niedrig, haben Sie ein erhöhtes Risiko, dass Ihre Reifen platzen können. Des Weiteren entsteht ein erhöhtes Risiko für Aquaplaning sowie instabiles Fahrverhalten. So kann zu wenig Druck auf den hinteren Reifen im schlimmsten Fall zu Problemen bei einem Spurwechsel sowie zum Ausbrechen Ihres Autos in einer Kurve führen. Zu bedenken ist hier, dass ein Unfall, welcher aufgrund unzureichenden Reifendrucks verursacht wird, von Behörden und Versicherung als fahrlässig eingestuft wird. Somit könnte solcher mit Punkten bestraft werden sowie einem eventuellen Führerscheinentzug. Darüber hinaus besteht eine hohes Risiko, dass Ihre Kfz-Versicherung den entstandenen Schaden nicht übernehmen wird. Neben diesen drastischen Auswirkungen und Gefahren, hat ein zu geringer Reifendruck auch negative Auswirkungen auf den Spritverbrauch. Aufgrund des erhöhten Rollwiderstand wird die Lebensdauer Ihrer Reifen stark reduziert. Bei einem fehlenden Reifendruck von 0,2 bar verbrauchen Sie bereits 1% mehr Benzin. Die Lebensdauer Ihrer Reifen verkürzt sich hier bereits um 10%. Mit 0,4 bar zu wenig Luftdruck in Ihren Reifen, erhöht sich der Reifenverschleiß schon um bis zu 30% und gut 2% mehr Benzin werden benötigt. Sollte Ihren Reifen 0,6 bar fehlen, verkürzt sich die Lebensdauer Ihrer Reifen um beachtliche 45% und Sie verbrauchen 4% mehr Sprit als gewöhnlich.

Optimalen Reifendruck finden

Wie Sie den optimalen Reifendruck finden


Grundsätzlich sollten Sie Ihren Reifendruck messen, wenn milde Aussentemperaturen um die 20 Grad Celsius herrschen und Ihre Reifen kalt sind. Das heisst, Sie sollten nicht mehr als 10 km innerorts bei moderater Geschwindigkeit hinter sich haben. Sollten sich Ihre Reifen erwärmt haben, wie beispielsweise durch eine Autobahnfahrt, empfiehlt es sich etwa 0,2 bar vom angezeigten Messwert abzuziehen. Dadurch kompensieren Sie für die warme, ausgedehnte Luft in Ihrem Reifen, welche zu verfälschten Messwerte führt.

Den für Ihren Wagen optimal vorgegebenen Reifendruck erhalten Sie von Ihrem Autohersteller und befindet sich oftmals in der Bedienungsanleitung Ihres Autos, an der Fahrer- oder Beifahrertür, der Innenseite des Tankdeckels, oder als Aufkleber in Ihrem Handschuhfach. Es gilt zu beachten, dass sich diese Angaben auf die in der Zulassungsbescheinigung angegebenen Reifen beziehen. Sollten Sie Ihr Auto mit speziellen Reifen ausgestattet haben, gelten selbstverständlich die Vorgaben des entsprechenden Reifenherstellers.

Bei den Angaben zum optimalen Reifendruck gilt zu beachten, dass zwischen Teil- und Volllastdruck unterschieden wird. Teillastdruck ist dann gegeben, wenn Sie normale Fahrten mit Ihrem Auto unternehmen, während dieses nicht voll beladen und besetzt ist. Unter Volllastdruck versteht sich hingegeben, wenn Ihr Auto voll besetzt und beladen ist und Sie längere Strecken mit erhöhter Geschwindigkeit fahren. Da der optimale Reifendruck zwischen Teil- und Volllastdruck bis zu 1,0 bar variieren kann, gilt es hier entsprechend Achtung walten zu lassen. Grundsätzlich gilt, dass leicht erhöhter Reifendruck in gewissen Situationen Sinn macht. Nämlich dann, wenn Sie lange Fahrten auf der Autobahn mit erhöhter Geschwindigkeit vor sich haben. Hier können Sie den Reifendruck um 0,2 bar erhöhen. Bei längeren Fahrten über Schotterstrassen können Sie den Reifendruck sogar um 0,2 bis zu 0,5 bar erhöhen. Für den Winter wird empfohlen, Ihren Reifendruck ebenfalls um 0,2 bar zu erhöhen, um für den mit kalten Temperaturen verbundenen niedrigeren Luftdruck zu kompensieren.

Neben dem Messen des Reifendrucks ist es ebenso wichtig, regelmäßig Ihre Reifenventile zu überprüfen. Falls diese beschädigt sein sollten, könnte dies zu einem stetigen Verlust Ihres Reifendrucks führen, da Luft kontinuierlich aus dem Reifen entweichen kann. Wenn Sie Ihren Reifendruck überprüfen, vergewissern Sie sich also auch gleichzeitig, ob sich Dreck und Staub in den Ventilen befindet. Dreck und Staub sind oftmals weitere Gründe warum sich die Lebensdauer der Ventile verkürzen könnte. Beim Zuschrauben der Ventile, stellen Sie sicher, dass die Kappen diese korrekt verschließen. Bei guter Wartung müssen Ventile generell nur etwa alle 4 Jahre ausgewechselt werden.

Vergessen Sie außerdem nicht, den Reifendruck Ihres Reservereifens ebenfalls regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren!


Reifen mit Reifengas befüllen

Lohnt es sich, seine Reifen mit Reifengas befüllen zu lassen?


Vielleicht wurde Ihnen ja bereits auch schon einmal Angeboten, Ihre Reifen mit Reifengas befüllen zu lassen. Experten sind sich hier jedoch einig: Für den Ottonormalverbraucher lohnt sich Reifengas nicht! Reifengas ist nichts anderes als reiner Stickstoff und sorgt somit im Reifen für einen höheren Stickstoffanteil von ungefähr 90%. Im Vergleich: Wenn Sie Ihren Reifen mit normaler Druckluft befüllen, erreichen Sie einen Stickstoffanteil von ungefähr 78%. Reifengas wird mit vielen Versprechungen angeworben, wie zum Beispiel, dass man sich das regelmäßige Prüfen des Reifendrucks sparen kann, da sich Stickstoff, aufgrund seiner größeren Moleküle, langsamer aus dem Reifen verflüchtigt. Dies sorgt laut Testergebnissen jedoch nur für einen Unterschied von wenigen Hundertsteln bar nach mehreren Monaten und vermittelt laut Experten darüber hinaus eine trügerische Sicherheit: Sollten Ihre Reifen beschädigt sein, entweicht der Stickstoff zu gleichermaßen wie herkömmliche Luft und Sie sind den entstehenden Gefahren ahnungslos ausgesetzt. Trotz Reifengas sollten Sie deshalb niemals auf das Prüfen des Reifendrucks verzichten! Ein weiterer beworbener Vorteil von Reifengas steht in Zusammenhang mit der Eigenschaft von Stickstoff als inertes Gas, nämlich, dass dieses nichtentflammbar ist. Somit hat Reifengas seine Daseinsberechtigung in Rennwagen- und Flugzeugreifen, bei welchen Reifen massiven Belastungen ausgesetzt sind und ein Reifenbrand durch sehr hohen Druck begünstigt wird.

Reifendruckkontrollsysteme machen unser Leben etwas einfacher


Moderne Autos weisen mittlerweile automatisch darauf hin, wenn diese mit ihrem Reifendruck nicht zufrieden sind. Dies erfolgt mit Hilfe eines Reifendruckkontrollsystems (RDKS, auch TPMS genannt), mit welchem seit November 2014 alle in der EU neu zugelassenen Autos ausgestattet sein müssen. Ein nachträgliches Aufrüsten eines älteren Autos ist für rund 100 bis 200 Euro möglich. Trotz automatischer Anzeige wird dennoch empfohlen, den Reifendruck regelmäßig manuell zu kontrollieren.

Fazit - Reifendruck

Der richtige Reifendruck ist essentiell für ein sicheres Fahren im Straßenverkehr sowie zur Vermeidung von erhöhtem Benzinverbrauch und Reifenverschleiß. Regelmäßige manuelle Kontrollen sind somit unerlässlich, egal ob Ihr Auto mit modernster RDKS-Technologie ausgestattet ist oder nicht. Vor allem vor längeren Fahrten mit Kind und Kegel, empfiehlt es sich den Reifendruck und die Ventile sorgfältig zu checken! Und falls Sie das nächste mal Reifengas angeboten bekommen, können Sie also ruhigen Gewissens dankend ablehnen.

Wenn Sie außerdem, neben einem geringeren Benzinverbrauch und Reifenverschleiß, gerne noch in anderen Bereichen rund um das Thema Kfz sparen möchten, empfehlen wir Ihnen Gebrauch eines
 Kfz-Versicherung Vergleich zu machen. Dank eines solchen Vergleichs können Sie sich eine Übersicht von den günstigsten und individuell passendsten Tarifen verschaffen.